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Was ein Flugtag wirklich kostet und warum es kaum ein Verein weiß

Die meisten Vereine kennen ihre Preise. Ihre Kosten kennen sie nur als Jahressumme. Dazwischen liegt genau die Zahl, die man für jede Preisdiskussion braucht.
Jede Mitgliederversammlung hat diesen Punkt: Die Startgebühr soll steigen. Jemand sagt „das trägt sich doch längst nicht mehr“, jemand anderes sagt „wir haben doch letztes Jahr erhöht“, und am Ende entscheidet, wer länger geredet hat. Was fehlt, ist keine Meinung, sondern eine Zahl.
Diese Zahl ist unangenehm einfach: Was hat dieses Flugzeug in diesem Jahr gekostet, und was hat es eingebracht? Der erste Teil steht in der Buchhaltung: Versicherung, Jahresnachprüfung, Wartung, Sprit. Der zweite steht im Flugbuch. Getrennt sind beide harmlos. Nebeneinander sind sie eine Entscheidungsgrundlage.
Warum die Jahressumme nicht reicht
Fast jeder Verein kennt seinen Jahresabschluss. Nur beantwortet der die falsche Frage. Er sagt, ob das Jahr gut war, aber nicht, welches Flugzeug das gute Jahr getragen hat und welches daran gezehrt hat. In fast jedem Verein subventioniert stillschweigend eine Maschine die andere. Das ist völlig in Ordnung, solange man es weiß und will. Der Ärger entsteht, wenn es niemand weiß.
- Ein Doppelsitzer in der Schulung fliegt viele kurze Starts und deckt seine Kosten über die Startgebühr, nicht über die Stunde.
- Ein Einsitzer für Streckenflüge macht wenige, lange Flüge. Bei ihm entscheidet der Stundensatz alles.
- Ein Schleppflugzeug hat kaum Eigennutzung. Seine Kosten hängen an den Schlepps der anderen und tauchen deshalb bei niemandem auf.
Die Auswertung, die diese Frage beantwortet
In FlightOrga gibt es dafür eine einzige Ansicht: Kostendeckung je Flugzeug. Sie nimmt die Flüge des gewählten Zeitraums, rechnet sie mit den Preisen, die tatsächlich abgerechnet wurden, und stellt dem die erfassten Kosten der Maschine gegenüber. Herauskommt ein Prozentwert und der Betrag, der fehlt oder übrig bleibt.
Wichtig ist dabei ein Detail, das leicht untergeht: Gerechnet wird mit dem Preis, der auf der Rechnung stand, nicht mit dem, der heute in den Einstellungen steht. Wer im Mai erhöht hat, sieht im Januar noch den alten Satz. Alles andere wäre eine schöne, aber falsche Zahl.
Und dann?
Dann ist die Diskussion in der Versammlung eine andere. Nicht mehr „müssen wir erhöhen“, sondern „diese beiden Flugzeuge liegen bei 70 Prozent, bei den anderen passt es, wollen wir das ausgleichen oder bewusst so lassen“. Das ist keine bequemere Debatte, aber eine ehrliche.
Wer die Preise dann ändert, muss übrigens nicht auf den Stichtag warten. Eine Preisänderung lässt sich vormerken: Betrag eintragen, Datum dazu, fertig. Sie greift von selbst, und alles, was vorher abgerechnet wurde, bleibt mit dem alten Preis stehen.


