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Der Flugdienstplan, den niemand mehr zusammentelefonieren muss

Windenfahrer, Flugleiter, Fluglehrer: In den meisten Vereinen hängt der Dienstplan an einer Person mit einem guten Gedächtnis. Das muss nicht so bleiben.
In jedem Verein gibt es diese eine Person. Sie weiß, wer im Juli im Urlaub ist, wer die Winde fahren darf, wer seit zwei Monaten keinen Dienst hatte und wer schon dreimal eingesprungen ist. Sie telefoniert das jeden Frühling zusammen und pflegt es in einer Tabelle, die sonst niemand versteht. Und wenn sie ausfällt, fällt der Dienstplan mit ihr aus.
Das ist kein Organisationsproblem. Das ist ein Sichtbarkeitsproblem. Die Information ist da. Sie steht nur an fünf Stellen, und keine davon ist die, an der jemand nachsieht.
Wer darf was? Steht schon im System
Wer Windenfahrer ist, wer Flugleiter ist, wer als Fluglehrer eingetragen ist: Das ist in FlightOrga keine Notiz, sondern eine Berechtigung. Dieselbe Angabe, die im Flugbuch bestimmt, wer als Lehrer auswählbar ist, bestimmt im Dienstplan, wer für diesen Dienst überhaupt in Frage kommt. Eine zweite Liste, die man vergessen kann zu pflegen, gibt es nicht.
Eintragen statt eingeteilt werden
Der zweite Teil ist der unbequemere: Ein Plan, den einer für alle macht, erzeugt Diskussionen. Ein Plan, in den sich jeder selbst einträgt, erzeugt Lücken, aber sichtbare. Und eine sichtbare Lücke vier Wochen vorher ist ein Problem, das sich noch lösen lässt.
- Jedes Mitglied sieht die offenen Dienste und trägt sich mit einem Griff ein.
- Der Vorstand sieht auf einen Blick, welche Wochenenden noch unbesetzt sind.
- Wer sich einträgt, hat den Termin im eigenen Kalender, ohne ihn abzuschreiben.
Der Teil, über den keiner gern redet
Arbeitsstunden. In fast jedem Verein gibt es eine Sollzahl, in fast keinem Verein weiß im Oktober jemand, wo er steht. Und im Dezember fahren dann alle gleichzeitig zur Halle. Wenn erfasste Stunden und das persönliche Soll an derselben Stelle stehen, verteilt sich das von selbst. Nicht, weil jemand mahnt, sondern weil man es sieht.
Nichts davon ist eine große Funktion. Es ist dieselbe Information wie vorher, nur an einer Stelle statt an fünf. Genau daran hängt im Vereinsalltag überraschend viel.


